ATLAS Ausfuhr steht für mehr Automation in der Zollabwicklung
Risiken vermeiden durch frühe Datenübermittlung
Die Einführung des EU-weiten Automated Export Systems (AES) und die Verpflichtung aller exportierenden Unternehmen seit 1. Juli 2009 daran teilzunehmen, kommt einem Quantensprung gleich. Ziel der EU ist es, ein effektives Risikomanagement zu installieren. Denn seit den Anschlägen vom 11. September hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Risikomanagement nicht erst dann beginnen darf, wenn die Ware vor dem Zöllner an der Grenze steht. Es muss vielmehr viel früher ansetzen, nämlich bereits bevor die Ware ihre Reise antritt. Mit der Pflicht für Unternehmen, elektronische Ausfuhrdaten früher als bisher zu übermitteln, wird es den Behörden ermöglicht, das Risiko einer geplanten Warenbewegung vorab zu beurteilen. Auf Basis der übermittelten Ausfuhrdaten erfolgt im System automatisch eine Risikoanalyse. Dem Zoll steht nun die Möglichkeit offen, eine physische Kontrolle anzuordnen.
ATLAS verlangt Ausfuhrdaten frühzeitig und vollständig
Diese Änderung wirkt sich auf die internen Geschäftsabläufe in den Unternehmen aus. Damit die verlangten Daten rechtzeitig zur Verfügung stehen, müssen beispielsweise die eigenen Geschäftspartner Lieferungen frühzeitig elektronisch avisieren. Der Einzug in die elektronische Ära bringt es mit sich, dass Unternehmen, die ihre Transaktionen anderen – Behörden wie Partnern – transparent machen (müssen), sich untereinander vernetzen. Für einen reibungslosen Ablauf werden Einführer und Ausführer sowie die jeweils involvierten Dienstleister ihre Systeme bzw. Prozesse zudem in einem höheren Maße aufeinander abstimmen müssen.



